Naturwoche 2020Verbunden mit dem Wald - eine Studierende während der NaturwocheDie angehenden Erzieherinnen und Erzieher der Klassen FS9S01 und FS9S02 des Leos, haben im Rahmen ihrer Ausbildung eine Woche im Wald verbracht. Diese Naturwoche fand dieses Jahr in Bückeburg, auf dem Gelände des „Jagdschlosses Baum“ statt.
In dieser sogenannten „Naturwoche“ wurden in Kleingruppen zu einem Bildungsbereich (das sind 10 Bereiche, wie z.B. Bewegung, Medien, mathematische Bildung, in denen alle Kinder von 0-10 Jahren in Kitas und Schulen gefördert werden sollen) Stationen mit Aktivitäten für Kinder und Jugendliche erarbeitet, in welchen sie Naturerfahrungen machen können. Bei diesen Aktivitäten konnte es sich um Aufgaben, Spiele, Experimente oder Ähnliches handeln.

 

 

 

 


Am ersten Tag der Waldwoche bekamen die Gruppen Zeit, sich einen passenden Ort auf dem Gelände für ihr jeweiliges Angebot zu suchen. Wenn sie sich für einen Platz entschieden hatten, konnten sie auch schon mit der Planung beginnen. Am Dienstag sowie am Mittwoch hatten sie weiterhin Zeit Ideen zu sammeln und ihre Aktivität zu planen. Donnerstag und Freitag haben die Klassen sich gegenseitig ihre Ausarbeitungen vorgestellt. Nach den ersten drei Präsentationen wurde eine gemeinsame Mittagspause im Jagdschloss gemacht, bei der alle gemeinsam gegessen haben und sie sich über ihre bisherigen Ideen austauschen konnten.
Einige fühlten sich anfangs laut eigener Aussage eher überfordert mit ihrer Aufgabe, da sie nicht wussten, wie sie die Planung ihres Bildungsbereiches gestalten sollten. Doch auch wenn sie sich anfangs unsicher fühlten, haben die schlussendlichen Präsentationen ihnen Mut gemacht. Obwohl die Angebote eher für Kinder und Jugendliche ausgelegt waren, hätten alle sehr motiviert mitgemacht und sich auf die Aktivität eingelassen, so die die allgemeine Rückmeldung der Studierenden. Dies sei jedoch nur möglich gewesen, da die Anleiter selbst sehr motiviert an ihre Aktivität herangingen. 
Beispielweise hat die Gruppe zum Bildungsbereich „soziale, intellektuelle und kulturelle Bildung“ eine Schnitzeljagd durch den Wald vorbereitet, welche die Kooperation und Interaktion der Teilnehmer fördern sollte. Während der Schnitzeljagd hatte jeder ein „Handicap“, wodurch die intensivere Zusammenarbeit und gegenseitige Unterstützung der Teilnehmer gefördert werden sollte.
Eine andere Gruppe zum Bildungsbereich „Religion und Ethik“ hat den Teilnehmern zuerst die Geschichte der Arche Noah vorgelesen und ihnen anschließend Zeit gegeben, Naturmaterialien im Wald zu suchen. Sie konnten zum Beispiel einen Stock nehmen, welcher eine Schlange symbolisieren sollte oder einen Tannenzapfen, welcher ein Eichhörnchen symbolisieren kann. Die Auswahl der Materialien stand den Teilnehmern also offen und sie konnten alles nehmen, was ihnen passend erschien. Daraus sollte ein Bodenbild gelegt werden.
Für den Bereich Medien wurde eine „Geocaching“ Rallye im Harry-Potter-Stil entwickelt. Dafür hat die Gruppe QR-Codes erstellt, welche Aufgaben beinhalteten, die für das soziale Miteinander in den Gruppen sowie für die Mediennutzung sensibilisieren sollten.
Die Schüler und Schülerinnen, welche an dieser Waldwoche teilnahmen, haben die Natur hautnah erlebt. „Die Waldwoche hat mein Repertoire an Möglichkeiten erweitert“, erwähnte einer der angehenden Erzieher. Den Studierenden war es überaus wichtig, den Wald auch so zu hinterlassen, wie sie diesen vorgefunden haben. Sie haben also zum Beispiel darauf geachtet, Müll- und Essensreste wieder mit zu nehmen und nicht einfach in dem Wald liegen zu lassen. Im Allgemeinen hat die Naturwoche dazu beigetragen, sich verbunden mit der Natur zu fühlen und neue Möglichkeiten in Bezug auf den späteren Beruf zu entdecken und zu erleben.