Wie jeden Morgen sind wir auch heute um 7.30 Uhr an der Rennstrecke. Fahrer, Beifahrer und Team Manager müssen zum Briefing, ein Teammitglied muss die Strecke nach Schrauben, Klemmen und ähnlichem, was die Reifen ruinieren könnte, absuchen und das restliche Team widmet sich unserem Fahrzeug. Gegen 9.30 Uhr sind die Arbeiten abgeschlossen, das Fahrzeug fahrbereit.
Unser letzter Wertungslauf findet erst um 13.00 Uhr statt, so dass wir vormittags ein wenig Zeit haben, bei anderen Teams vorbeizuschauen, die Wertungsläufe der Prototypen zu verfolgen oder es einfach etwas ruhiger anzugehen.
Ab 12.30 stellen wir uns beim Start an, die Schlange vor uns ist schon recht lang, was aber daran liegt, dass die meisten Teams noch zwei Läufe absolvieren müssen. So warten wir bei herrlichem Sonnenschein auf unseren letzten Auftritt.
13.38 Uhr beginnt unser letzter Wertungslauf. Das Dieselaggregat brummelt sonor vor sich hin, die Rundenzeiten sind optimal, alles spricht für einen Top-Lauf. Ab 14.00 Uhr wird es voll auf der Strecke. Viele Teams starten jetzt ihren zweiten Lauf, da das Starterzelt um 14.21 schließt. Und so ist die vorletzte Runde leider etwas langsam, ein Umstand den der Fahrer bei dem Verkehr nicht realisiert.
Laufzeit 39.06 - 6 Sekunden zu spät! Der Lauf ist ungültig! Schade! Dass wir nicht so richtig unglücklich sind, liegt zum einen am Umstand, dass wir uns nur geringfügig verbessert hätten (148km/l) zum anderen daran, dass ein Vorderrad nur noch an zwei statt vier Schrauben hält!
Unterm Strich bleibt also unser erster Wertungslauf der Beste.

Und sonst?
Wir sind in einer für uns neuen Klasse dritter geworden und haben bewiesen, dass man mit Teamgeist, Improvisationsvermögen und Einfallsreichtum auch großen Teams das Wasser reichen kann!
Wir haben gemeinsam mit 230 anderen Teams aus 30 Ländern vor den Wertungsläufen geschraubt, bei den Wertungsläufen mitgefiebert und (häufig) nach den Wertungsläufen repariert!
Wir haben uns mit einer sehr akzeptablen Vorstellung aus Rotterdam verabschiedet!

Ab nächster Woche laufen unsere Vorbereitungen auf unsere nächste Teilnahme in London!
Heute stehen die ersten Wertungsläufe an und wir bereiten unser Fahrzeug dafür vor, d.h. der Luftdruck der Reifen wird noch einmal überprüft, die Funktion der Elektrik wird gecheckt und danach geht's ab in die Warteschlange. Während wir warten, lassen wir den Motor laufen. Das ist zwar nicht sehr energiesparend, doch bei Betriebstemperatur verbraucht der Motor während des Wertungslaufs dann weniger.
Vor dem Start wird der Tank aufgefüllt, die Treibstofftemperatur gemessen, die Sicherheitseinrichtungen nochmals überprüft und dann geht es endlich los. Während des Laufes fängt es leicht an zu regnen und wir wissen, dass unter diesen Umständen für unseren Fahrer Tobias Kiel die Sicht mehr als problematisch ist.
38 Minuten später haben wir den ersten Wertungslauf „valid/gültig" absolviert. Das Ergebnis – 140,8 km/l – kann sich sehen lassen.
Da der Regen aufgehört hat beschließen wir direkt einen zweiten Wertungslauf anzugehen.
Auch dieser Lauf mit unserem zweiten Fahrer Hendrik Hinkelmann ist gültig und nur unwesentlich schlechter als der erste (138,6 km/l).
Mit zwei gewerteten Läufen auf dem Konto, entschließen wir uns einen Wertungslauf mit Fahrer und Beifahrer durchzuführen. Unser Fahrzeug ist der einzige Zweisitzer im gesamten Starterfeld und wir haben bei der technischen Abnahme darauf geachtet, dass alle für die Läufe wesentlichen Sicherheitseinrichtungen auch mit zwei Personen abgenommen wurden.
Leider endet der Versuch in der achten von zehn Runden, da sich eine Verschraubung an der Vorderachse gelöst hat. Unglücklicherweise wurde dabei auch das Rad in Mitleidenschaft gezogen. Jetzt bleibt uns für Sonntag nur noch ein Lauf. Doch vorher müssen wir das Fahrzeug erst wieder fahrtüchtig bekommen.
Als erstes muss heute der Kabelbaum erneuert werden, damit wir den einzigen kurzen Trainingslauf angehen können. Als wir bei der Zufahrt zur Strecke den obligatorischen Hupentest absolvieren sollen, bleibt diese stumm. Wir haben gestern doch mehr Schäden davongetragen als wir gedacht haben.
In der kurzen Zeit, die uns nach der Reparatur noch bleibt, schafft unser Fahrer leider nur sieben Runden. Der Verbrauch lässt uns für die Wertungsläufe hoffen. Obwohl wir keinen zahlenmäßigen Vergleich haben, dürfte sich der Verbrauch nach Einbau des Freilaufs um wenigstens ein Drittel verringert.
Für den Nachmittag stehen nur noch kleinere Arbeiten an und wir beschließen, heute etwas eher Schluss zu machen.
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Samstag, 19. August 2017

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