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Endlich kann aufgeatmet werden. Am 3. Mai haben wir, die GY6GK1, den letzten Schritt im Verlauf eines langen Plakatprojektes getan. Die in Kooperation mit der Polizei und dem Straßenverkehrsamt erstellten Verkehrsunfall-Präventionsplakate wurden vor Frau Kirchner (Verkehrsbehörde), Herrn Spanke (Polizeidirektion Verkehr: Verkehrsunfallprävention/Opferschutz) sowie den Schülern der Unterstufe GTA/FHR im Vorraum der Aula des Leo-Sympher-Berufskollegs präsentiert und ausgestellt.

Hinter den wirklich sehenswerten Endergebnissen steckt ein arbeitsreicher Weg.
Angefangen hat es damit, dass Vertreter der Polizeidirektion des Kreises Minden-Lübbecke eine Kampagne zur Senkung der Unfallzahlen starten wollten.
In einem ersten Gespräch, welches unsere Lehrer Dörte Meyer und Uwe Krägeloh mit Vertretern der Polizei geführt haben, ist deutlich geworden, dass neben unangepasster Geschwindigkeit und Ablenkung durch Smartphones auch Alkohol am Steuer, gefährliches Überholen und dichtes Auffahren zu den relevanten Unfallursachen und -risiken zählen. Insbesondere bei den jungen Fahrern (18 – 24 Jahre) verharre die Zahl der Verkehrsunfälle weiter auf einem unbefriedigend hohen Niveau, so die Feststellung der Polizeivertreter.
Der Grundgedanke des Briefings sollte demnach sein, eine Plakatkampagne durch die Zielgruppe selber zu gestalten, um eine möglichst zielgruppennahe Ansprache der besonders gefährdeten jungen Fahrer zu erreichen.
Im Rahmen des fächerverbindenden Unterrichtes in Gestaltungstechnik, Grafik-Design und Digitaler Gestaltung hat für uns das Projekt im September 2017 begonnen. In Einzelarbeit verknüpft mit Partnerarbeit haben wir eine 4er- Plakatserie, die mit einer emotionalen, modernen und positiven Ansprache für die Gefahren im Straßenverkehr sensibilisiert, entworfen. Wir haben uns Gedanken über die Zielgruppe (Sinusmilieu) und deren Verhalten gemacht, haben dazu zusätzlich im Internet und in Fachbüchern recherchiert, haben Umfragen erstellt, die wir im Freundeskreis und mit Schülerinnen und Schülern unserer Schule anschließend durchgeführt haben.
Wir haben herausgefunden, dass unsere Zielgruppe zu großen Teilen dem Sinusmilieu der Hedonisten angehört. Hedonisten sind Genussmenschen, die sich nicht gerne etwas vorschreiben lassen. Sie führen ein spannendes Leben und verbringen einen großen Teil ihrer Zeit in Gesellschaft und auf Feiern.
Plakate2Jetzt, nachdem wir die Zielgruppe klar umrissen hatten, sind wir in den Prozess der Ideenfindung eingestiegen, woraufhin gescribbelt wurde, d.h. die ersten Ideen sind auf Papier festgehalten worden. Unsere besten Entwürfe haben wir schließlich mit Hilfe von einem weiteren Lehrer, Jörg Jaroschewitz, digital umgesetzt.
Nach einer ersten Präsentation vor dem Auftraggeber im Februar haben wir unsere Plakate verbessert und ihnen den letzten Feinschliff verliehen.
Jetzt, nach Beendigung des Projektes, können wir alle behaupten, stolz auf die Ergebnisse zu sein. Wir freuen uns schon darauf, unsere Plakate an der einen oder anderen Straßenecke hängen zu sehen und hoffen, dass mit Hilfe der Plakate besonders die jungen Menschen ermuntert werden, sich auch in andere Verkehrsteilnehmer hineinzuversetzen und Rücksicht zu nehmen.
Zur Belohnung für unseren Einsatz hat uns das Straßenverkehrsamt eine Exkursion nach Osnabrück gestiftet. Und so haben wir am 19. April mit Herrn U. Krägeloh und Frau D. Meyer das European Media Art Festival unter dem Motto „Report – Notizen aus der Wirklichkeit“ besucht. Dabei geht es um aktuelle Verbindungen zwischen Medienkunst und Journalismus. Interessante Führungen von Kunststudentinnen haben uns den Media Campus INIT nähergebracht. Zudem hat das Katasteramt des Kreises zwei Plakatsätze in DIN A2 gedruckt.
Wir möchten uns an dieser Stelle herzlich bei Frau Kirchner für diese Unterstützung bedanken.

Anna Strathmeier
GY6GK1

Hier finden Sie eine Zusammenstellung der Plakate.